Die Fahrrad Scheibenbremse - Leistung bei jedem Wetter

Fahrrad Scheibenbremse

​Die Fahrrad Scheibenbremse gilt als Neuheit in der Fahrradtechnologie. Seit Mitte der 90er-Jahre die ersten Mountainbikes mit Scheibenbremsen ausgestattet wurden, sind sie auf dem Vormarsch. Mittlerweile ist es bei Radlern immer beliebter, die Scheibenbremse zu verwenden. Auch E- und Trekkingbikes sind häufig damit ausgestattet. Die Gründe liegen in den zahlreichen Vorteilen, die ein​e Scheibenbremse bietet.

Bei der Fahrrad Scheibenbremse hast Du die Auswahl zwischen zwei Varianten. Die ursprüngliche Form ist die mechanische Scheibenbremse. Bei dieser Ausführung werden die Bremsbeläge durch einen Kolben fest an die Bremsscheibe gepresst. Sie ist fest mit der Radnabe, also dem Kernstück des Laufrades, verbunden. Dadurch bremst sie das Fahrrad aus. Die hydraulische Scheibenbremse hingegen arbeitet mit einer Bremsflüssigkeit. Diese Bremse ist mit zwei Kolben versehen. Sie wirken von zwei Seiten auf die Bremsscheiben ein und lösen darüber den Bremsvorgang aus. Hierfür wird entweder eine Auto-Bremsflüssigkeit oder Mineralöl verwendet. Die hydraulische Scheibenbremse ist teurer in der Anschaffung als die mechanische Form. Dafür arbeitet sie extrem genau und ermöglicht es Dir, den Bremsvorgang präzise durchzuführen. Auch bei der Wartung hat die hydraulische Scheibenbremse klar die Nase vorn. Während bei der mechanischen Bremse die Bremswirkung durch Verschmutzung verschlechtert werden kann, ist die hydraulische Ausführung sehr einfach zu warten.

​Unterschiede zu anderen Bremssystemen

​Die nach hierzulande am häufigsten anzutreffende Bremsenart beim Fahrrad ist die Felgenbremse. Im Gegensatz zur Scheibenbremse wirkt sie nicht auf die Nabe, sondern auf die Felge ein. Die Bremsbeläge werden auf die Felge des Laufrads gedrückt. Dadurch entsteht die Bremswirkung. Die Beläge sind meist aus Gummi gefertigt. Ihre Bremswirkung lässt bei Nässe und Glätte schnell nach. Sie verschleißt außerdem deutlich schneller als die Scheibenbremse. Heute jedoch nur noch selten verwendet wird die Rücktrittbremse. Sie findet meist bei Kinderrädern und Freizeiträdern Anwendung. Die Bremse befindet sich hierbei am hinteren Laufrad des Fahrrades. Durch eine Tretbewegung nach hinten wird die Bremswirkung ausgelöst. Sie kann betätigt werden, ohne den Lenker loszulassen. Aus diesem Grund ist sie bei Kinderrädern immer noch häufig zu finden. Um ihre Bremswirkung zu entfalten, benötigt sie eine funktionierende Fahrradkette. Sie hat eine deutlich geringere Bremskraft als andere Bremsen. Dies zeigt sich vor allem beim spontanen Bremsen.

​Die Vorteile der Scheibenbremse im Überblick

​Der größte Vorteil der Scheibenbremse liegt in ihrer Zuverlässigkeit und der optimalen Bremswirkung. Sie bringt auch bei Nässe und Glätte auf der Fahrbahn optimale Leistung. Während Felgenbremsen bei Regen oder Glätte ihre Bremskraft einbüßen, funktioniert die Scheibenbremse immer gleich gut. Da sie über die Nabe auf das Fahrrad wirkt, entsteht zudem keine Reibung und keine Hitze an der Felge. Auch dies ist ein häufiges Problem der klassischen Felgenbremse.​ Bei der Fahrrad-Scheibenbremse muss außerdem deutlich weniger Kraft aufgewendet werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die geringe Abnutzung, weshalb sie als sehr wartungsarm gilt. Die Bremsklötze einer Felgenbremse nutzen sich nach einer längeren Zeit meistens ab. Dies hat zur Folge, dass die Bremswirkung sinkt. Die Scheibenbremse hingegen zeigt auch bei häufigem und längeren Einsatz wenig Einbußen bei der Wirksamkeit.

​Was muss beim Kauf der Fahrrad ​ Scheibenbremse beachtet werden?

Möchtest Du Dein Rad mit einer Scheibenbremse ausstatten, solltest Du zunächst prüfen, ob es sich problemlos umrüsten lässt. Dies hängt vom Rahmen und vom Laufrad ab. Für das Bremssystem müssen spezielle Bohrungen zur Befestigung der Scheibenbremse vorhanden sein. Die meisten modernen Fahrräder lassen dies jedoch zu. Im Zweifel solltest Du einfach mit Deiner Fahrradwerkstatt oder einem Fahrradhändler sprechen. Soll von der mechanischen auf die hydraulische Scheibenbremse gewechselt werden, stellt dies ohnehin kein Problem dar. Auch die Größe der Scheibenbremse spielt eine Rolle. Wenn das Fahrrad mehr Gewicht trägt, eher schnell fährt oder stärkere Höhenunterschiede ​anfallen, sollte​ sie größer ausfallen. ​

​Die Scheibenbremse - Robust, zuverlässig und wartungsarm​

​Gerade bei regelmäßiger Nutzung und Fahrten unter extremeren Bedingungen ist der Einsatz einer Scheibenbremse sinnvoll. Zwar kostet sie etwas mehr, jedoch erhältst Du dafür ein absolut verlässliches und sicheres Bremssystem für Dein Fahrrad. Gute Scheibenbremsen von vielen hochwertigen und bekannten Herstellern findest Du in zahlreichen Online-Shops. Übrigens: Auch beim gefürchteten "Achter", also einem verzogenen Laufrad, trumpft die Scheibenbremse auf. Ihre Bremsleistung wird dadurch nicht beeinträchtigt.

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